Cache-Kids - Höhlenmalerei

Ähneln sich alle Höhlenmalereien?

Man kann verschiedene Arten (Stile) von Höhlenmalereien unterscheiden. Sie sind in verschiedenen Phasen entstanden.

Die Form von Tieren wie Pferd oder Mammut wurde in die Felswand geritzt. Dabei wurden von diesen Tieren meist nur die Rückenlinien oder der Kopf angedeutet. Oft wurden diese Bilder von Strichen oder Punkten umrahmt.

Die abgebildeten Tiere, wie Pferd, Bison, Mammut, wurden mit einem übermäßig gekrümmten Vorderteil gezeichnet. Wenn Frauen abgebildet wurden, wurden Gesicht und Arme nur angedeutet, die Füße fehlten zum Teil. Hüften, Bauch. Brüste und Rumpf allerdings wurden mit besonders vielen Einzelheiten versehen. Es gab auch Handabdrücke.

Nach Meinung von Wissenschaftlern waren die Höhlenmaler in dieser Phase am kunstfertigsten. Sie bemühten sich jetzt, richtig darzustellen, wie sich die Tiere bewegten. Beine und Körper wurden betont und erschienen im Vergleich zum Kopf zu groß. Wenn Menschen abgebildet wurden, hatten sie einen engen Bezug zu den Tieren oder anderen Zeichen.

Zu dieser Phase gehört der größte Teil der erhaltenen Kunstwerke. Die Tiere wurden nun schon sehr realistisch gezeichnet – auch durch ihre Haltung und Bewegung. Hörner und Geweihe, Pferde, Bisons usw. wurden so wiedergegeben, wie sie in Wirklichkeit aussahen.

Welche Farben verwendeten die Steinzeitmenschen?

Als rote Farbe dienten Eisenoxide, als schwarze Farbe Manganoxide oder Holzkohle. Wenn man Ocker unterschiedlich erhitzte, entstanden weitere Farben. Auch verschiedene Gesteine, Erze, Feldspat, Kalkstein, Pflanzenharz, Milch, Pflanzensäfte, ja sogar Blut wurden zur Farbherstellung benutzt.

Vermutlich gewannen die Menschen aus diesen Rohstoffen das Material zunächst in Puderform, mischten es mit Wasser, Speichel oder Fetten und trugen es dann in verschiedenen Techniken auf die Wandfläche auf.

Wie konnten die Menschen im Dunkel der Höhle arbeiten?

Es gab wohl Steinlampen, die mit Tierfett und einem Wacholderzweig oder Tierdarm als Docht Licht in die dunkle Höhle brachten. In den Höhlen hat man viele solcher flachen Steingefäße mit einer Vertiefung gefunden.

In einer Höhle wurden sogar Spuren von Gerüsten und Seilen gefunden. Vermutlich haben auch andere Menschen dem jeweiligen Maler geholfen, die höher gelegenen Stellen zu bemalen.

Mit welchen Geräten malten die Steinzeitmenschen?

Angekaute Zweige und die eigenen Finger dienten als Pinsel. Mit Hilfe des Mundes oder eines Röhrchens wurde Farbe auf die Wandfläche gesprüht.

Wenn der Künstler seine Hand dazwischen hielt, entstanden mit dieser Schablonentechnik so genannte Handnegative. Manchmal arbeiteten die Menschen auch mit anderen Schablonen, so dass saubere Kanten beim Auftragen entstanden.

Es wurde aber auch mit der Technik des Verwischens gearbeitet. Und es wurden Flachreliefs gefertigt, indem die umliegende Fläche abgemeißelt wurde. Risse und Vorsprünge des Felshintergrunds wurden manchmal mit einbezogen, um eine dreidimensionale Wirkung zu erzielen.

Berühmte Fundorte mit Höhlenmalerei

Besonders berühmt wurden in Frankreich die Höhle von Lascaux und in Spanien die von Altamira. Auch in Afrika, Südamerika, Asien, Australien und Ozeanien gibt es Fundorte von Höhlenmalerei.

Wo kann man Höhlenmalerei sehen?

Da es für die meisten Menschen nicht möglich ist, Höhlenmalerei an ihrem Ursprungsort zu besuchen, gibt es Museen, in denen man sich ein Bild machen kann.

In Deutschland ist im Deutschen Museum in München zum Beispiel die Höhle von Altamira nachgebildet. Und im Museum für die Archäologie des Eiszeitalters in Neuwied kann man gravierte Schieferplatten sehen, die in Gönnersdorf gefunden wurden.

Hier kannst du dir ein PDF herunterladen, mit Ideen, wie du selbst zum Höhlenmaler werden kannst.