Cache-Kids - Nachtaktive Tiere

Wenn du abends unterwegs bist oder im Garten sitzt, dann kannst du die Grillen zirpen und die Frösche ihr Konzert quaken hören. Fledermäuse gehen auf die Jagd und Igel suchen nach Leckereien. Aber warum ist das so?

Grund 1: Schutz vor der Sonne

Manchen Tieren, wie zum Beispiel den Fröschen, ist es am Tag zu warm. Sie müssten zu viel Energie verschwenden, um den Körper zu kühlen. Auch der Regenwurm würde in der Sonne schnell vertrocknen. Nur wenn es feucht ist, wagt er sich auch tagsüber an die Oberfläche.

Grund 2: Schutz vor Feinden und Futtersuche

Die Dunkelheit bietet nachtaktiven Kleintieren eine gute Tarnung auf der Futtersuche. Sie verlassen ihre Verstecke, müssen dabei aber selbst sehr vorsichtig sein, denn auch die Jäger haben sich angepasst und nutzen ihrerseits die Nacht für die Jagd nach Beute.

1. In dem Gedicht "Sommernacht" kommen einige nachtaktive Tiere vor. Findest du sie alle?
2. Hast du Lust, dein ganz persönliches Nachtgedicht zu schreiben? Welche Tiere könnten drin vorkommen?

Sommernacht

Sommernacht mag ich so gern,
such mir meinen Lieblingsstern,
wink dem Mondmann freundlich zu,
horch auf quak quak und uhuuu,
freu mich über Glühwurms Glanz,
lad mich ein zum Katzentanz,
lausch dem zarten Grillengeigen,
wieg mich mit im Geisterreigen,
wünsch mich schnell zum Hexenfest,
flieg durchs Fledermausgeäst,
folg der Nacht in ihre Weiten -
und lass mich ins Traumland gleiten.

Heidemarie Brosche
Grillen hören mit den Beinen

Grillen hören besonders gut. Sie haben jedoch keine Ohren, wie wir Menschen, sondern ein Hörorgan (das Tympanalorgan) an den Vorderbeinen. In diesem Organ ist ein Trommelfell (das Tympanum), welches durch Schallwellen in Schwingung versetzt wird. Diese Schwingungen nimmt die Grille über das Hörorgan auf.

Füchse haben den richtigen Riecher

Füchse sind als nachtaktive Jäger Alleskönner. Sie hören, sehen und riechen sehr gut. Besonders ihr Geruchssinn ist hervorragend ausgeprägt. Durch die dicht beieinanderstehenden Riechzellen und die gefalteten Riechschleimhäute entgeht ihnen kein Düftchen. Rotfüchse sollen bis zu 400mal besser riechen können als Menschen.

Fledermäuse sehen mit den Ohren

Fledermäuse nutzen die sogenannte Echo-Ortung. Dabei senden sie Ulltraschall-Signale aus. Das Echo dieser Signale wird von Gegenständen wie Bäumen oder Mauern, aber auch von Lebewesen, wie fliegenden Faltern durch der Fledermaus wieder aufgenommen. Dadurch erkennt sie genau, wo sich die Beute befindet und kann sie im Flug jagen.

Werde aktiv - Teste Deine Sinne!

„Leckerschmecker“

Bereite auf ein paar Löffeln Lebensmittel vor. Verbinde dir die Augen mit einem Tuch. Dein Freund reicht dir nun einen Löffel nach dem anderen. Erkennst du sofort den Honig? Schmeckst du den Käse heraus? Und wie schmeckt eine Erdbeere, wenn man sie vorher nicht sieht? Auf ähnliche Weise könnt ihr euren Geruchssinn testen. Bereitet wieder Lebensmittel oder andere Duftstoffe vor und verbindet einem Spieler die Augen. Erkennt er Zwiebeln, Nutella und einen Schuh am Geruch?

„Dosen-Töne“

Fülle kleine Dosen (zum Beispiel Teedosen oder Filmdosen) mit verschiedenen Materialien. Wie wäre es zum Beispiel mit Sand, Erbsen, Nägeln oder Murmeln. Verschließt die Dosen und mischt sie kräftig durch. Suche dir nun eine Dose aus und schüttle sie. Erkennst Du, was drin ist? Hört sich das Geräusch anders an, wenn du nun die Augen schließt?

Tipp: Geh doch selbst mal wieder mit Freunden oder der Familie auf Nachtwanderung!

Lichtverschmutzung
Was ist das denn?

Wenn künstliches Licht den Nachthimmel erhellt, bezeichnet man dies als Lichtverschmutzung. Über großen Städten kannst du zum Beispiel eine richtige Lichtglocke sehen. Die großen Mengen an Licht, die von den Lampen ausgestrahlt werden, hindern uns nicht nur daran, den Sternenhimmel deutlich zu sehen, sondern beeinträchtigen auch die nachtaktiven Tiere. Sie werden von den Lichtquellen abgelenkt und in die Irre geführt. Es ändert ihren Tag- und Nachtrhythmus und bringt sie aus dem Gleichgewicht.

Warum können nachtaktive Tiere nachts besser sehen?
Die Sache mit dem Katzenauge

Die Augen der nachtaktiven Tiere und auch der Katzen sind viel lichtempfindlicher, als unsere Augen. Hinter der Netzhaut befindet sich eine Schicht, die das einfallende Licht reflektiert. So können die Tiere Strahlen verstärken und doppelt nutzen. Dadurch sehen sie mehr und besser als wir Menschen. Die Reflektion kannst du gut sehen. Sie ist das Leuchten der Katzenaugen, wenn sie angestrahlt werden. Daher nennt man Reflektoren wie die am Fahrrad auch Katzenaugen.